Casino News

Bwin.Party im Visier von Amaya Gaming und Playtech?

Meyer Stefan 16 Dezember 2014 - 13:03:15
Bwin Amaya Playtech

Der legendäre Anbieter Bwin.Party Digital Entertainment schürt verstärkt die Neugier seiner Konkurrenten. Denn in einer vor kurzem veröffentlichten Pressemitteilung bestätigte das iGaming Unternehmen mit einem Börsenwert von einer Milliarde Euro, dass es in naher Zukunft zu einer Übernahme kommen könnte. Zwei international tätige Unternehmen kommen dafür in Frage: Playtech, aber vor allem Amaya Gaming, das seit mehreren Jahren in diesem Bereich tätig ist.

Nach Chartwell, Cryptologic und Poker Stars folgt jetzt vielleicht Bwin.Party

Die Geschäftsführer von Bwin.Party ließen darüber keine Zweifel offen. In einer vor kurzem veröffentlichten Pressemitteilung bestätigten sie, dass der auf Online-Spiele spezialisierte Mischkonzern zum Verkauf steht. Diese Information könnte der kanadischen Amaya Gaming Gruppe gerade Recht kommen. Dieses Unternehmen mit Sitz in Toronto hat bereits zahlreiche iGaming Unternehmen geschluckt und so sein humanes, logistisches und technisches Kapital aufgestockt. Denn sowohl Chartwell, als auch Cryptologic, Full Tilt Poker und Poker Stars mussten alle der Macht der B2B Marke nachgeben, die sich wie erwartet als bestmöglicher Käufer von Bwin.Party präsentiert. Auch wenn Playtech ebenfalls Interesse zeigt, so ist das Profil von Amaya Gaming doch viel attraktiver. Einzig der finanzielle Aspekt könnte Schwierigkeiten bereiten. Denn Sie müssen wissen, dass das Unternehmen aus Ontario zwar viele Investitionen tätigt, aber sich diese noch nicht ganz rentiert haben. Aber wir wissen aus sicherer Quelle, dass Bwin.Party bereits mit beiden Parteien verhandelt.

„Es wird also nichts dem Zufall überlassen: die Geschäftsleitung möchte den Preis in die Höhe treiben, um so den Mehrwert der Marke zu steigern.“

Wir stehen in Verhandlungen mit einer gewissen Anzahl an Kaufinteressenten“, vertraute letzten Montag ein Pressesprecher von Bwin.Party der amerikanischen Presse an. Das sorgte für einen Anstieg der Bwin.Party Aktien an den Börsen. Es wird also nichts dem Zufall überlassen: die Geschäftsleitung ist bereit den Preis in die Höhe zu treiben, um so den Mehrwert der Marke zu steigern.“

Amaya Gaming erobert den Online-Poker Markt

Wie Sie verstanden haben, sind Amaya Gaming und Playtech ernsthaft am Kauf des Bwin.Party Netzwerks interessiert. Aber Amaya Gaming könnte den Vorsprung zu seinem Rivalen bald vergrößern. Erinnern wir uns daran, dass Amaya Gaming in diesem Jahr für etwa 4,5 Milliarden Euro Old Ford Ltd gekauft hat, das Stammhaus der Rational Group – die wiederum Poker Stars und Full Tilt Poker betrieben hatte. Daher ist der Kauf von Bwin.Party nur eine strategische und logische Entscheidung für das US-amerikanische Unternehmen. Indem sie die Rechte von Bwin und Party Poker kauft, würde Amaya Gaming die gesamte Konkurrenz im Poker-Sektor im Internet verdrängen. Denn Amaya Gaming hätte das Monopol über den gesamten Markt in den USA, eine idyllische Situation für den Anbieter, die niemand mehr gefährden könnte.

Jedoch sollte auch Playtech nicht unterschätzt werden. Das Londoner Unternehmen verfügt über flüssiges Kapital in der Höhe von 385 Millionen Euro und könnte diese Investition also mit Leichtigkeit tätigen. Außerdem hatte Playtech letzten Monat angekündigt, dass es in der Lage sei seine Marktposition noch weiter auszubauen, vermutlich in Folge einer möglichen prestigeträchtigen Übernahme. Die Verbindung ist offensichtlich. Sowohl Amaya Gaming als auch Playtech könnten aber noch eine andere Gefahr in Form von Ladbrokes abwenden müssen.

Dieser Artikel hat Ihnen gefallen? Bitte teilen Sie ihn!