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Politik: Bahn frei für eine Zollbefreiungsregelung auf der Isle of Man

Meyer Stefan 2 Januar 2015 - 03:01:10
Zollbefreiungsregelung

Im Zuge des kürzlich in Kraft getretenen Konsumentengesetzes hat die Gerichtsbarkeit der Isle of Man - die mit zahlreichen Microgaming Online-Casinos zusammenarbeitet, deren Seiten auf Deutsch verfügbar sind – beschlossen, diesen die Zollsteuern zu erlassen. Von diesem Steuernachlass sind etwa 56 Anbieter betroffen. Zur großen Verunsicherung der Behörden bekommen sie die ersten Anzeichen der POC-Regelung bereits zu spüren.

Die auf britischem Boden tätigen Casinos sind der POC-Regelung unterworfen

Die britische Regierung hat vor kurzem ein neues Gesetz eingeführt, das direkt das Steuersystem der Anbieter von Online-Glücksspielen für Konsumenten in Großbritannien betrifft. Aufgrund der großen Veränderungen müssen sich die Regulierungsbehörden nun allerhand einfallen lassen, wenn sie ihre Lizenznehmer behalten möchten.

„Es ist nicht mehr der Geschäftssitz der Firma, der über ihr Schicksal entscheidet, sondern die geographische Zone, in der die Wetten getätigt werden! Das könnte die Ausgangssituation stark verändern!“

In der Vergangenheit konnten die Glückspielanbieter den britischen Konsumenten Spiele aus dem Ausland anbieten. Sie benötigten lediglich eine von einem Territorium der Europäischen Union wie der Isle of Man oder Gibraltar ausgestellte Lizenz. Doch nun verpflichtet die Einführung des POC-Gesetzes (POC steht für Place of Consumption) die Offshore-Gesellschaften zum Besitz einer von der britischen Regierung ausgestellten Betreiberlizenz. Dabei spielt es keine Rolle mehr, ob der Anbieter Server in Großbritannien besitzt oder nicht. Denn ab sofort sind alle Wetten der britischen Spieler einer iGaming-Steuer unterworfen. "Es ist nicht mehr der Geschäftssitz der Firma, der über ihr Schicksal entscheidet, sondern die geographische Zone, in der die Wetten getätigt werden! Das könnte die Ausgangssituation stark verändern!“

Die vergebenen Bemühungen der Isle of Man ihre Lizenznehmer zu behalten

Die Gesetzesänderungen sind sofort in Kraft getreten. Allerdings können die Unternehmen zumindest von Steuerentschädigungen profitieren. Im Fall der Isle of Man hängt der maximal erstattbare Betrag eng mit den Zollrechten zusammen, von denen die Finanzverwaltung des kleinen Archipels inmitten der Irischen See profitiert. Und auch wenn die Einkommen aus Glücksspielen auf der Isle of Man lediglich 13% ausmachen, beklagt sich Peter Greenhill, der Präsident der iGaming-Entwicklung im Wirtschaftsministerium über die Situation: „Wir müssen zugeben, dass uns dieses neue britische Steuergesetz schwer belastet. Um unseren Lizenznehmern zu helfen, haben wir uns dazu entschlossen ihre Steuerschuld zu mildern. Aus legaler Sicht sind uns jedoch die Hände gebunden, falls sie keine Lizenz in Großbritannien besitzen.

Anfang dieses Jahres hatte der Pressesprecher der Isle of Man jedoch angekündigt, dass mit der für Steuern zuständigen nicht ministeriellen Abteilung der britischen Regierung, Her Majesty's Revenue and Customs (HRMC) eine Vereinbarung getroffen wurde, die es den lizenzierten Casinos erlaubt, ihre Aktivitäten von der Isle of Man aus zu betreiben. Greenhill beharrt darauf, dass die von der unabhängigen Kommission lizenzierten Anbieter vor zukünftigen Reklamationen aufgrund des "Gambling Act" Gesetzes bewahrt werden. Wir wünschen ihnen nur das Beste.

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