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Visa, Mastercard und PayPal werden in Kürze alle Transaktionen illegaler Casinos blockieren

Meyer Stefan 9 April 2014 - 05:51:56
Visa Mastercard Paypal

Diese Nachricht sollte alle illegalen Anbieter beunruhigen, die Online-Casinospiele in Europa anbieten. In Großbritannien haben die drei weltweit bekannten Zahlungsmittelanbieter Visa, Mastercard und PayPal eine Vereinbarung mit der Gambling Commission abgeschlossen, die darauf abzielt, alle Transaktionen von illegalen Online-Glücksspielseiten zu blockieren. Auch wenn diese Methode in der Schweiz noch nicht aktiv ist, dürfte das in den kommenden Monaten der Fall sein.

Neue Gesetze und neue Maßnahmen im Vereinigten Königreich

Die iGaming Landschaft in Großbritannien wird in Kürze ein neues Gesicht bekommen. Denn es wurden alle Maßnahmen getroffen, um die privaten Anbieter dazu zu zwingen ihren Verpflichtungen nachzukommen, besonders im Hinblick auf ihre Steuerpflicht. Die neuen Gesetzestexte verpflichten ab jetzt alle Online-Glücksspielseiten dazu, Steuern auf ihre Bruttoeinnahmen zu bezahlen, das betrifft auch jene, die so unehrlich sind und ihr Vermögen auf Offshore-Konten lagern. Unabhängig von ihrem Hauptsitz müssen alle Glücksspieleanbieter, die britischen Staatsbürgern Glücksspiele anbieten, den britischen Staat an ihren Einnahmen teilhaben lassen. Um auch die Verweigerer in die Enge zu treiben, hat die Gambling Commission- der Kontroll-und Regulationsmechanismus der britischen iGaming Branche- einen Vereinbarung mit den Zahlungsanbietern Visa, Mastercard und PayPal abgeschlossen.

„Alle Online-Glücksspielseiten, die nicht über eine offizielle Lizenz der Gambling Commission verfügen sind von dieser neuen Regelung betroffen, die in Kürze in Kraft treten wird.”

Denn die drei Finanzinstitute haben sich damit einverstanden erklärt, künftig alle Transaktionen an und von nicht geregelten Online-Casinos zu blockieren. Alle Online-Glücksspielseiten, die nicht über eine offizielle Lizenz der Gambling Commission verfügen, sind von dieser neuen Regelung betroffen, die in Kürze in Kraft treten wird. Auch wenn der Großteil des House of Lords dieser Maßnahme kritisch gegenübersteht hat wurde die Vereinbarung trotzdem offiziell beschlossen, die von nun an die Gambling Commission und die Finanzeinrichtungen Visa, Mastercard und PayPal verbindet. Ein Schritt muss jedoch noch bewältigt werden, bevor sich dieses Projekt konkretisiert.

Die Gambling Commission will sich unbedingt durchsetzen

Denn aus rechtlicher Sicht ist noch nichts geschehen. Der Abänderungsantrag, der es der Gambling Commission ermöglichen sollte, Transaktionen illegaler Online-Glücksspielseiten zu blockieren, steht am 18.März nochmal zur Verhandlung. Inzwischen weigert sich das House of Lords ein solches Gesetz anzuwenden. Denn auch wenn 171 Abgeordnete dafür gestimmt haben, haben sich 185 formal dagegen ausgesprochen. Immerhin hat die Gambling Commission bereits jetzt die Zusage von Visa, Mastercard und PayPal, noch bevor der Gesetzestext zum nächsten Mal zur Verhandlung steht.

Sollte diese Maßnahme wirklich verabschiedet werden würde nichts auch andere europäische Regulationsmechanismen wie die Schweizer Glücksspielkommission daran hindern, die von der Gambling Commission beschlossenen Maßnahmen zu übernehmen. Die iGaming Branche befindet sich also immer noch ständig im Wandel und sorgt immer wieder für neue Überraschungen.

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