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Ausländische Online Casinos müssen wohl die Schweiz verlassen

Meyer Stefan 6 Dezember 2017 - 11:09:37
Ausländische Online Casinos müssen wohl die Schweiz verlassen

Ob ihr es glaubt oder nicht. Die Schweiz möchte den Online Casinos aus dem Ausland die Tür vor der Nase zuknallen. In anderen Worten: nur noch die Schweizer Online Casinos haben das Recht ihre Spiele anzubieten. Alle anderen müssen gehen.

Eigentlich, wenn wir ehrlich sind, ist das eine Dreistigkeit. Denn Ich möchte schließlich selber entscheiden können, bei welchem Casino ich mich registriere und bei welchem nicht. Und nichts gegen Schweizer Casinos, doch ich kann mir nur schwer vorstellen, dass diese in ihrer Auswahl an Spielen und der Anzahl der angebotenen Bonusaktionen und der Höhe der Bonusbeträge mit den Giganten, wie Jackpot City, Euro Palace, Royal Vegas, Adler Casino oder Mr Green, um nur einige zu nennen, Schritt halten können. Und all das soll nun für die Schweizer Casino Spieler Geschichte werden. Unfassbar!

Ob das neue Geldspielgesetz, welches bereits mit hoher Wahrscheinlichkeit 2018 in Kraft treten wird, einen Erfolg bringt oder dem Schweizer Markt eher schaden wird, ist noch recht umstritten. Nicht umstritten ist jedoch die Tatsache, dass sich hier eine Internet-Zensur leise und unauffällig in die Wohnzimmer der Schweizer Bevölkerung einschleicht und dort Platz nehmen möchte, ohne vorher gefragt zu haben, ob sie überhaupt willkommen ist.

Was steckt möglicherweise hinter einer solchen Entscheidung?

"Mir vorzuschreiben, was ich bei ausländischen Webseiten sehen, kaufen, lesen oder hören darf, sofern es sich nicht um kriminelle Seiten handelt, geht dann doch ein Stück zu weit in meine Privatsphäre."

Wir befürchten, der Schweizer Bund möchte mit diesem angekündigten Glücksspielgesetz die ausländischen Online Casino Anbieter entmachten und die lokalen Online Casinos stärken. Doch eine Internetkastrierung kann auf das Verhalten der Kunden im Netz nicht nur für die iGaming Industrie negative Folgen haben sondern auch für viele andere Industrien. Außerdem müsste der Begriff „Informationsfreiheit“ in der Schweiz neu definiert werden. Mir vorzuschreiben, was ich bei ausländischen Webseiten sehen, kaufen, lesen oder hören darf, sofern es sich nicht um kriminelle Seiten handelt, geht dann doch ein Stück zu weit in meine Privatsphäre. Ich möchte selber für mich entscheiden können, ob ich mir meine Sneakers bei Amazon oder beim Schweizer Schuhshop um die Ecke erwerbe.

Entweder die Schweiz verbietet das Glücksspiel grundsätzlich oder es heißt alle lizensierten und seriösen Online Casinos, egal aus welchem Land, willkommen. Doch zu selektieren - du ja, du nicht, du vielleicht - kann den Wettbewerbt erheblich verzerren und die Schweiz langfristig als ein weniger attraktiven Gastgeber für ausländische Firmen machen.

Lasst euch bloß nicht eure Freiheit nehmen, denn sie ist das höchste Gut in einem demokratischen Staat!

Klar, gibt es Staaten, die mit dem Begriff „Meinungsfreiheit“ wenig bis nichts anfangen können. Doch alle diese Länder sind nicht-westliche Staaten. Die Ideologien dieser Länder unterscheiden sich häufig sehr von den, eines demokratischen Staats. Und so wird man dort eine Internet-Zensur für etwas Unumstrittenes ansehen. Doch Schweiz? Ist das euer ernst? Ein Land, was schon seit Ewigkeiten westlichen Werten den Vortritt lässt möchte plötzlich diesem Fortschritt den Prozess machen.

Doch viele Menschen in der Schweiz sehen einen solchen Einschnitt auch als Bedrohung und haben die Befürchtung auch in Zukunft in ihren Handlungen eingeschränkt werden.

Dank der Jungparteien von SVP, FDP, GLP und Grünen wird nun mit einer Unterschriftenkampagne versucht, dieses Gesetz zu verhindern. Dazu bedarf es 50000 Unterschriften innerhalb 100 Tage (bis zum 18.Januar 2018). Das ergriffene Referendum kann bei Erfolg zu einer Abstimmung führen, wo man sich für oder gegen das angekündigte Geldspielgesetz entscheidet. Das würde dann voraussichtlich im Juni 2018 stattfindet.

Das Komitee gegen Internet-Zensur und digitale Abschottung bietet alle notwendigen Informationen zu diesem Thema. Es beschreibt die momentane Situation in der Schweiz und es zeigt uns, welche Maßnahmen ergriffen werden können, um das angekündigte Gesetzt noch abzuwenden.

50000 Unterschriften zu bekommen ist natürlich nicht einfachmal so gemacht. Doch, umso mehr Menschen der Meinung sind, dass eine solche Bevormundung inakzeptabel sei, desto größer wird die Hoffnung, dass sich das Blatt noch wendet.

Falls ihr gegen ein solches Gesetz seid, so zeigen wir euch auf folgender Seite, was ihr tun könnt:

www.internet-zensur-nein.ch/de/

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